GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

 Katastrophe mit Ansage

 

Wie Sie in den Medien sicherlich entnommen haben, soll demnächst das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz unter Federführung der Bundesministerin für Gesundheit Warken verabschiedet werden.

 

Facharztversorgung wird zerstört

Dieses Gesetz sieht u.a. massive Einsparungen vor allem bei den Leistungserbringern, sowohl stationär, als auch ambulant vor. Im ambulanten Bereich wird es vor allem die Facharztversorgung betreffen, voraussichtlich auch unsere Praxis in einem nie da gewesenen Ausmaß.

 

Dabei geht es nicht, wie oft in den Medien kommuniziert, um das Gehalt von uns Ärzten, sondern um eine erzwungenermaßen deutliche Verschlechterung der Versorgung, denn die Arztpraxen werden vor allem mit Personalreduktion und damit verbunden Reduktion der Sprechstunden- und Diagnostikkapazitäten reagieren müssen.

 

Die Folge werden u.a. sehr lange Wartezeiten für Neupatienten und eine fehlende Versorgung von Bewohnern in Altenheimen und möglicherweise schwer psychisch Erkrankten sein. Personengruppen, die ohnehin keine Lobby haben.

 (s.a. gemeinsame Stellungnahme der Berufsverbände BVDP/ BVDN)

 

Eine neue Arbeitslosigkeit im Gesundheitswesen droht

Es wird zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit im Gesundheitssektor (MFA und Ärzte) kommen. Junge Ärzte finden aktuell in Deutschland kaum mehr eine Ausbildungsstelle, da viele Kliniken trotz freier Stellen bereits jetzt einen Einstellungsstopp verhängt haben. Arztpraxen werden Assistenzpersonal entlassen müssen.

 

Praxensterben und Kliniksterben

Ärzte im Alter von 60 Jahren und mehr (und das ist ein Großteil der Fachärzte) werden ihre Praxen früher aufgeben, Nachfolger werden sich bei dieser enormen Unsicherheit nicht mehr finden, was ein Praxensterben zur Folge hat. Dies wird die Not der Patientinnen und Patienten noch verschärfen und diese in die Notaufnahmen drängen.

 

Allerdings wird es bis dahin viele Kliniken, gerade im ländlichen Raum, nicht mehr geben, denn auch dort werden die geplanten Maßnahmen katastrophale Folgen haben.

 

Trotz massiver Warnungen von Seiten der Leistungserbringer scheint die Regierung diese Reform, die ein reines Sparpaket und keine Reform ist, unbeirrt bis zum 10.07.2026 durchbringen  zu wollen.  

 

Protestieren Sie als Betroffene jetzt und auch danach gegen diesen Wahnsinn. Wenden Sie sich an Ihre Bundestagsabgeordneten vor Ort, denn es geht um Ihre Versorgung:

 

Frau Dr. Bärbel Kofler (MdB)

Bundestagsbüro Berlin

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Telefon: (030) 227 75304

Telefax: (030) 227 76599

E-Mail: [email protected]

 

Herr Siegfried Walch (MdB)

Büro Berlin

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Telefon: +49 30 227-72240

[email protected] 

 

 

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, ob und wie es für Ihre Praxis in Trostberg weitergehen wird oder eben nicht ...

(Stand 04.07.2026)