Was ist die offene Sprechstunde?

Liebe Patientinnen und Patienten,

 

aufgrund des sogenannten Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sind wir ab 01.09.2019 dazu verpflichtet pro Woche mindestens fünf „offene Sprechstunden“ anzubieten. Das heißt Sprechstunden ohne vorherige Terminvereinbarung.

 

Wir bieten diese Sprechstunde aktuell täglich (Mo - Fr) von 07:30 – 08:30 an.

 

Aufgrund der kurzfristigen Regelung und der Tatsache, dass unser Terminkalender bis Dezember bereits ausgebucht ist, können wir diese Sprechstunden nicht kurzfristig frei räumen, so dass es zu Überschneidungen mit bereits vorhandenen Terminen kommen muss. Wir bitten deshalb schon jetzt etwaige Wartezeiten und Verzögerungen zu entschuldigen.

 

Die Patienten/-innen, die zu dieser Zeit ohne Termin kommen, können meist nur orientierend befragt und untersucht werden, um die Dringlichkeit für weitere Schritte (Krankenhauseinweisung, Röntgenuntersuchungen, weitere Diagnostik in der Praxis) zu überprüfen bzw. rasch notwendige Schritte einzuleiten.

 

Apparative Diagnostik kann dabei in der Regel nicht stattfinden, da diese aufgrund des erheblichen zeitlichen und personellen Aufwands einer Vorausplanung bedarf.

 

In vielen Fällen wird der Besuch der offenen Sprechstunde letztlich dazu führen, dass ein weiterer Termin zur Vervollständigung der Diagnostik notwendig sein wird. Dieser wird nun tendenziell noch später stattfinden müssen, da durch die offene Sprechstunde die Anzahl der Sprechstunden, die für eine Terminvergabe zu Verfügung steht, um fünf Stunden pro Woche reduziert wurde.

 

Unserer Meinung nach führt diese politisch aufgezwungene Veränderung eher zu einer Verschlechterung, als zu einer Verbesserung der Versorgung, da wirklich dringende Fälle auch bisher schon durch Anmeldung über den Hausarzt kurzfristig versorgt wurden und in unserem Fachgebiet Termine einer vernünftigen Vorausplanung bedürfen.